• Hochschulforum von DAAD und ZEF: Wissensaustausch
ist Grundvoraussetzung für Verbreitung erneuerbarer Energien
• Deutsche Hochschulen übernehmen Führungsrolle
bei der Ausbildung von Experten aus Entwicklungsländern
Bonn 2. Juni 2004: Im Rahmen der internationalen Konferenz „renewables
2004“ veranstalten das Zentrum für Entwicklungsforschung
(ZEF) und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vom 1.
– 4. Juni ein Hochschulforum für Experten aus Entwicklungsländern.
140 Fachleute aus 38 Ländern, die an den Universitäten
in Flensburg, Oldenburg und Göttingen studiert haben, nutzen
diese Möglichkeit, ihr Wissen im Bereich der regenerativen
Energien weiterzugeben und Erfahrungen auszutauschen. Die Veranstaltung
steht unter dem Titel: “Capacity Building for Renewable Energies
in Developing Countries: Bringing Renewable Energies to the People“.
Das Hochschulforum verdeutlicht, dass deutsche Hochschulen bei
der Ausbildung von Experten aus Entwicklungsländern eine Führungsrolle
innehaben. Sie tragen somit zur Verbreitung moderner Technologien
sowie zum Wissensaustausch mit den sich entwickelnden Regionen bei.
Den Ländern wird auf diesem Weg die Möglichkeit gegeben,
ihre wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklung selbständig
zu gestalten und ihre Abhängigkeit von internationaler Unterstützung
langfristig zu verringern.
Der DAAD fördert Aufbaustudiengänge mit entwicklungsländerbezogener
Thematik, die sich speziell an den Bedürfnissen der Partnerländer
orientieren. Die nachhaltige Bereitstellung von Energie erleichtert
die Befriedigung wichtiger Grundbedürfnisse, wie Ernährung,
Zugang zu sauberem Trinkwasser und Bildung. „Somit sind diese
Studienangebote ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Millennium
Development Goals“ erklärte Dr. Christian Bode, Generalsekretär
des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Diese acht internationalen
Entwicklungsziele wurden im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen
als Beginn einer neuen globalen Partnerschaft für Entwicklung
definiert. Sie streben die Halbierung der weltweiten Armut bis zum
Jahr 2015 an. „Durch die Förderung regenerativer Energien
liefern wir unseren Beitrag dazu, dass in den Ländern des Südens
Ressourcen nachhaltig genutzt werden, was der globalen Umwelt und
dadurch auch den Menschen in den Industrieländern zu Gute kommt.“
„Bildung ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltige
Entwicklung” ergänzte der Direktor des Zentrums für
Entwicklungsforschung, Prof. Paul L.G. Vlek, „und damit eine
wichtige Investition zur Steigerung des Wohlstandes einer Volks-wirtschaft.
Und nicht nur in sich entwickelnden Volkswirtschaften ist die Beantwortung
der Energiefrage eine der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“.
In den Jahren 1993 bis 2003 haben insgesamt 883.673 Männer
und Frauen aus Entwicklungs-ländern in Deutschland studiert.
82 Prozent der Absolventen von Aufbaustudiengängen mit entwicklungsländerbezogener
Thematik sind in ihr Heimatland zurückgekehrt, und mehr als
die Hälfte aller Rückkehrer haben mittlerweile Schlüsselpositionen
inne. Sie tragen damit zur Etablierung der zukunftsfähigen
Energieträger bei. Die besuchten Studiengänge umfassen
nicht nur die klassischen Forst-, Agrar- und Ingenieurswissenschaften,
sondern auch Disziplinen wie Wirtschafts- und Umweltwissenschaften,
Friedens- und Konfliktforschung, Raumplanung und Ressourcenmanagement,
u.a. mit dem Schwerpunkt Energie.
Weitere Informationen:
Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF)
Dr. Günther Manske
Walter-Flex-Str. 3
53113 Bonn
Tel: 0228 731 794
Deutscher Akademischer Austauschdienst DAAD
Dr. Michael Harms
Kennedyallee 50
53175 Bonn
Tel: 0228 882 127
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