Bonner Forscher feiern 100 Jahre deutsch-äthiopische Beziehungen


July 18, 2005.  

Die Universität Bonn feierte am 15. Juli 2005 das 100-jährige Jubiläum der deutsch-äthiopischen diplomatischen Beziehungen.

 

Etwa 180 Interessierte, unter ihnen viele mit einem sehr persönlichen Bezug zu Äthiopien, nahmen am Vortragsprogramm im Geographischen Institut und an der Abendveranstaltung im Botanischen Garten teil. Der Rektor der Universität Bonn, Prof. Dr. Matthias Winiger und der Dekan der Landwirtschaftlichen Fakultät betonten in ihren Begrüßungsreden die lange Forschungstradition der Universität Bonn zu Äthiopien. „Es ist aber nicht nur die Geschichte, die uns mit Äthiopien verbindet, sondern auch die Gegenwart“, so Winiger. Er wies dabei auf die große Anzahl von äthiopischen Studenten an der Universität Bonn und auf das Forschungsprojekt „CoCE“ hin. „Das von der Universität Bonn initiierte Großprojekt unter Federführung des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) ist eines der größten Forschungsprojekte zu Äthiopien und befasst sich mit der Frage der Nutzung und des Erhalts von Wildkaffee in den Bergregenwäldern Äthiopiens“, erläuterte Winiger.

 

Karlheinz Böhm, Begründer von „Menschen für Menschen“, trat als prominenter Vertreter des humanitären Einsatzes für Äthiopier mit Äthiopiern auf. Seit 1981 setzt er sich mit diversen Hilfsprojekten, u.a. für Schulen in und für Äthiopien ein. „Als ich vor 35 Jahren das erste Mal in Afrika war, traf mich die immense Diskrepanz zwischen Arm und Reich. Leider ist das bis heute das gravierendste Problem geblieben“, so der ehemalige Schauspieler.

 

Zu den Vortragenden zählten u.a. auch der Botschafter der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopiens, HE Hiruy Amanuel, Prof. Dr. Wilhelm Barthlott der Universität Bonn und Prinz Asfa-Wossen Asserate, verwandt mit dem letzten Kaiser Äthiopiens, Haile Selassi.

 

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