Fachtagung „Bildung-Zukunft-Freiheit“ am 23.11.05


November 17, 2005.  

Die CARE International Deutschland und die UNO-Flüchtlingshilfe veranstalten am 23. November 2005 die Fachtagung „Bildung-Zukunft-Freiheit“ in der Deutschen Welle. Flyer und Einladung können Ihnen auf Anfrage zugesandt werden.

 

Wagma Battoor Hassan Zurmati – Bildungsbotschafterin für Afghanistan

 

Nach 23 Jahren Krieg, Zerstörung und Verfolgung befindet sich die Infrastruktur Afghanistans in einem desolaten Zustand. Besonders die Bildungssituation von Frauen und Mädchen ist besorgniserregend. Vier Jahre nach Vertreibung der Taliban besitzen die meisten noch immer keine Schulausbildung. Ohne Bildung fehlen auch berufliche Perspektiven: vielen Frauen droht Armut und sozialer Abstieg.

 

Wagma Zurmati kennt die Situation der afghanischen Frauen und Mädchen. Sie hat sowohl als engagierte Mitarbeiterin von CARE wie auch als Mutter und Ehefrau islamischen Fundamentalismus, Krieg und Verfolgung direkt miterlebt. Seit 1998 engagiert sie sich als Bildungsbeauftragte von CARE Afghanistan für die Integration von Frauen und Mädchen, den Wiederaufbau von Schulen und die Ausbildung von Lehrern. Aufgewachsen in Kabul und ausgebildet an der Universität während der Taliban-Herrschaft, ist Wagma Zurmati mit den aktuellen Problemen und Ursachen der afghanischen Bildungsmisere aus persönlicher Erfahrung vertraut.

 

Gemeinsam mit CARE setzt sich Wagma Zurmati im Rahmen von Bildungs- und Lernprogrammen (COPE) auf der ganzen Welt für die Verbesserung der Bildungssituation in Afghanistan ein. Etwa 40.000 Kinder, darunter 51 Prozent Mädchen, besuchen derzeit 397 COPE-Schulen, und etwa 2.000 ältere Mädchen absolvieren das Kompakt-Lernprogramm an Schulen in Kabul. Dennoch: Erst ein Drittel der afghanischen Kinder kann zur Schule gehen.

 

Wagma Zurmati ist vom 23. November bis zum 26. November in Bonn. Am 23. November wird sie auf der Fachtagung „Bildung-Zukunft-Freiheit“ über die Bildungssituation ihres Landes sprechen und steht an den Folgetagen gerne für Interviews und Gespräche zur Verfügung.



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Alma van der Veen

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