"Biodiversität contra Ernährungssicherheit; Die Ausweitung der Naturschutzgebiete könnte gerade in einkommensschwachen Ländern zu Hungersnöten führen. Ein unlösbares Dilemma?"


February 17, 2022.  

"Lisa Biber-Freudenberger vom Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn betont im Gespräch mit dem Science Media Center (SMC), dass die Studie des Forschungsteams wichtig sei, da sie die Wechselwirkungen zwischen Biodiversitätsschutz und anderen Formen der Landnutzung aufzeige.  Die verfügbare Fläche ist begrenzt und deshalb sollten diese Wechselwirkungen auch in politischen Entscheidungen berücksichtigt werden , erklärt Biber-Freudenberger. Insbesondere die Ausweitung von Schutzgebieten im globalen Süden hätte einschneidende Änderungen für die lokale Bevölkerung zur Folge, die es zu berücksichtigen und abzufedern gelte.

Allerdings ist es ja nicht so, als würde Land nur für Biodiversitätsschutz oder Nahrungsmittelproduktion genutzt, sondern zum Beispiel auch für die Produktion von Materialien und Energie.  Zudem werden laut der Wissenschaftlerin viele der landwirtschaftlichen Produkte, die große Flächen im globalen Süden benötigen, in andere Länder exportiert.  Wenn wir von anderen Ländern erwarten, dass Gebiete geschützt werden, um Biodiversität auf globaler Ebene zu schützen, dann muss dies auch durch entsprechende globale finanzielle Mechanismen ermöglicht werden , meint Biber-Freudenberger."

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